Gitarre No.1/1

Als Musiker sollte man das eigene Instrument nicht nur perfekt beherrschen, sondern in gleicher Weise auch Kenntnisse über die Funktion und Konstruktion des eigenen Instruments haben. Dieser Gedanke ließ mich den Entschluss fassen, selbst eine Gitarre zu bauen. „Alles dauert länger, als man denkt.“ – Das war meine wichtigste Erkenntnis.

Holz in die entsprechenden Formen zu bringen, es zu schleifen und zu leimen, nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Obwohl man erst ganz am Ende erfährt, ob die Gitarre gut klingt und sich die monatelange Arbeit überhaupt gelohnt hat, muss jeder Arbeitsschritt mit höchster Präzision ausgeführt werden.

Nach diesem faszinierenden und äußerst aufschlussreichen Projekt, das ich in der Zeit von Februar bis Juli 2018 realisiert habe, weiß ich nun zu schätzen, welche Arbeit in jedem einzelnen handgefertigten Instrument steckt, bevor es überhaupt spielbar ist.

Das Markenzeichen meiner Gitarre ist die außergewöhnliche Form der Kopfplatte, die am gesamten Instrument immer wieder auftaucht. So habe ich die auffällige Rundung sowohl am Steg als auch am Griffbrett erneut aufgegriffen und daraus ein stimmiges, optisches Konzept entwickelt.

Unten sind einige Fotos meines Eigenbaus zu sehen.

Decke: Alpenfichte feingemasert
Boden & Zargen: amerikanisches Walnussholz
Griffbrett: Ebenholz mit Edelstahlbundierung und 20. Bund
Mensur: 650 mm

Arbeitszeit: 272 Stunden

Die Räumlichkeiten und Gerätschaften für den Gitarrenbau wurden von der Gitarrenmanufaktur Tibor Guitars in Hilden zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!